Geschrieben von Chris Schmidt am 01. August 2023

Warum ist Inklusion am Arbeitsplatz so wichtig?

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Warum ist Inklusion am Arbeitsplatz so wichtig?Three people interacting online

Auch hier lautet die erste Frage: Was bedeutet Inklusion am Arbeitsplatz eigentlich? Zuallererst bedeutet dies, dass alle Menschen, auch Menschen mit Behinderungen, die gleichen Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben sollten. Es geht dabei auch um die Einstellung der Arbeitgeber gegenüber ihren Angestellten. Oftmals herrscht die Befürchtung vor, dass ein Mensch mit Behinderung nicht so leistungsfähig sei wie jemand ohne Behinderung. In vielen Fällen beruht dies auf einem gewissen Mangel an Wissen über das tatsächliche Ausmaß der Beeinträchtigung und die Fähigkeit des Betroffenen, diese zu kompensieren. Dies führt häufig zu einer Unterschätzung der Leistungsfähigkeit von Menschen mit Behinderungen.

Natürlich bringt jede Einschränkung auch konkrete Nachteile mit sich. Um Chancengleichheit zu gewährleisten, müssen jedoch Strukturen am Arbeitsplatz geschaffen werden, die es den Mitarbeitern ermöglichen, ihre Aufgaben bestmöglich zu erfüllen. Oftmals genügen kleine Anpassungen, wie beispielsweise in meinem Fall eine einfache Lupe oder das Drucken von Dokumenten in größerer Schrift. Sind größere Maßnahmen erforderlich, wie etwa bauliche Veränderungen oder die Anschaffung teurer Hilfsmittel, Integrationsbüro kann angerufen werden Abdeckung ganz oder teilweise Kosten Die

Und warum ist Inklusion so wichtig?
Auch hier steht der soziale Aspekt im Vordergrund. Eine Gesellschaft, die sich die Integration von Menschen mit Behinderungen zum Ziel gesetzt hat, muss dies auch am Arbeitsplatz umsetzen. Schließlich ist dies für uns alle Teil des Alltags und des sozialen Lebens. Wer nicht die Möglichkeit hat, einer Tätigkeit im Rahmen seiner Einschränkungen nachzugehen, ist nicht wirklich integriert.

Ein weiterer positiver Aspekt der Inklusion am Arbeitsplatz ist die psychische Gesundheit Menschen mit Behinderungen. Sicherlich ist es ein wichtiger Bestandteil der Rehabilitation, auch die eigenen Grenzen zu akzeptieren. Doch das ständige Überschreiten dieser Grenzen ist auf Dauer eine Belastung, die sich negativ auf die Moral und die Gesundheit auswirken kann. Ein persönliches Beispiel: In meiner Arbeit als Physiotherapeutin stoße ich oft an meine Grenzen, wenn ich einen Patienten nach der ärztlichen Diagnose fragen muss, weil ich die Diagnose auf dem Rezept nicht entziffern kann. Dabei wäre eine einfache Lupe völlig ausreichend. Zudem sinkt das Vertrauen des Patienten, weil ich einen unprofessionellen Eindruck hinterlasse. Die eigene Reputation und möglicherweise die des gesamten Unternehmens auf diese und ähnliche Weise zu schädigen, kann eine schwere Belastung sein, die sich durch inklusives Arbeiten leicht vermeiden ließe.

Schließlich die Finanzfrage Aus staatlicher Sicht. Nicht aus Arbeitgebersicht, denn Arbeitgeber können sich die meisten Kosten der Inklusion erstatten lassen. Ohne Inklusion hat ein Mensch mit Behinderung auf dem regulären Arbeitsmarkt möglicherweise keine Chance. Stattdessen bleiben ihm nur geeignete Förderkurse oder eine direkte Rente. Beides stellt eine dauerhafte finanzielle Belastung für den Staat und damit für den Steuerzahler dar.

Andererseits ist jede Umschulung, je nach Art der Einschränkung und der Ausgestaltung der Tätigkeit, ebenfalls kostenintensiv. Danach kehrt sich die Rechnung jedoch schnell um, denn Inklusion macht jeden zu einem funktionierenden Rädchen im Getriebe unserer Wirtschaft, der Geld verdient, Steuern zahlt und dieses Geld selbst ausgibt, wodurch es wieder in den Wirtschaftskreislauf zurückgeführt wird. Win-Win-Situation für alle.

Sebastian Fjeld

Sebastian Fjeld gehört als professioneller Sprecher und Texter von Anfang an zum Eye-Able®-Team. Er hat "voice acting" an einer Universität studiert und wurde von Schauspielern ausgebildet. Derzeit absolviert er eine Ausbildung zum Dolmetscher für verschiedene Sprachen.

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